NichtGenesen
Die Patientenorganisation NichtGenesen vertritt die Interessen (Forschung, Anerkennung, Versorgung) von Menschen mit Long-/Post-COVID, ME/CFS, Post-Vac-Syndrom sowie allgemein von Betroffenen mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS). Der Zusammenschluss aus Erkrankten und deren Angehörigen engagiert sich auf Landes- und Bundesebene sowohl gesundheits- als auch sozialpolitisch und ist zugleich in der bundesweiten Selbsthilfe aktiv.
NichtGenesen ist vernetzt mit Akteur:innen aus Wissenschaft, Gesundheitswesen und Politik und bringt die Perspektive der Betroffenen regelmäßig in politische und wissenschaftliche Diskurse ein – unter anderem als Teilnehmerin des Runden Tisches „Long Covid“ und der „Allianz Postinfektiöse Erkrankungen“ im Bundesministerium für Gesundheit sowie im Austausch mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Die Organisation pflegt den Austausch mit Abgeordneten und Mitarbeitern verschiedener Fraktionen und Parteien auf Landes- und Bundesebene, im Deutschen Bundestag sowie in den Bundesministerien, und nimmt als Sachverständige an diversen öffentlichen Anhörungen im Deutschen Bundestag teil (inklusive Einbringung schriftlicher Stellungnahmen).
Die Perspektive der Betroffenen wird zudem durch die Stellung von Positionspapieren oder Stellungnahmen zu konkreten Herausforderungen und Anliegen eingebracht. Auf Landesebene hat NichtGenesen mehrere Petitionen eingereicht, um die Situation und Versorgung der Betroffenen zu verbessern. Darüber hinaus wirkt die Organisation an der Konzeption und Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungen mit und ist als Patientenbeirat in verschiedene universitäre Forschungsprojekte eingebunden.
NichtGenesen wurde im April 2022 gegründet, um Post Covid-, ME/CFS- und Post Vac-Betroffenen ein Gesicht zu geben. Denn diese verschwinden häufig durch ihre Erkrankung aus dem öffentlichen Leben und werden unsichtbar. Auf der Instagram-Seite NichtGenesen zeigen viele dieser Schicksale ihr Gesicht.
Long Covid
Zitat: „Mindestens 10% aller COVID-19-Erkrankten leiden an diversen anhaltenden oder neu auftretenden gesundheitlichen Beschwerden nach einer SARS-CoV-2-Infektion, die länger als drei Monate anhalten. Auch nach asymptomatischen, milden und moderaten Infektionen wird bei statistisch als genesen bezeichneten Personen die Diagnose Long COVID bzw. Post-COVID-Syndrom gestellt.“
Quelle: Long COVID Deutschland
Entstehung und Entwicklung:
Chronische Entzündung u. Autoimmunologische Prozesse
Autoantikörper (G-Protein gekoppelte Rezeptoren) richten sich gegen körpereigene gesunde Organstrukturen
Viruspersistenz
Diese Virus-Cluster vermehren sich immer wieder und halten das Immunsystem konstant auf Trab
Schädigung von Körperzellen
Gehirn- und Nervensystem: Blutgerinnsel, Abnahme der Gehirnsubstanz, Einblutungen, Reduzierung des Gehirnstoffwechsels
Herz: Gefäßverschlüsse, Entzündungen und Abnahme der Pumpleistung
Reaktivierung latenter Viren
Endotheliale Dysfunktion u. Neigung zu Blutgerinnseln
Thrombenbildung -> Gefäßverschlüsse
Verminderte Verformbarkeit roter Blutkörperchen
Durchblutungsstörungen (Ischämie)
Schädigung der Gefäßinnenwände
Sauerstoffunterversorgung in Geweben und Organen
Mitochondriale Erschöpfung
Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen
Gestörte Funktion der Mitochondrien
-> Mangelhafte Energieproduktion
(zu geringe ATP Bildung)
Stoffwechselstörungen
Darmveränderungen und überaktive Mastzellen
überempfindliche Mastzellen (z.B. erhöhte Ausschüttung von Histamin, Entzündungsstoffen und Zytokinen)
ME/CFS
In Deutschland sind bereits vor der Pandemie schätzungsweise 300.000 Menschen an Myalgischer Enzephalomyelitis (ME) und dem chronischen Fatigue-Syndrom (CFS) erkrankt, darunter 40.000 Kinder und Jugendliche. Die Erkrankungsrate bei vorangegangener Covid-19 Infektion hat sich etwa verdreifacht.
Post-VAC
Zitat: „Unter dem Begriff Post-Vac werden nach den vorliegenden Erkenntnissen verschiedene länger andauernde Beschwerden nach COVID-19-Impfung beschrieben, wie sie auch mit Long-/Post-COVID in Verbindung gebracht werden (wie z.B. chronisches Erschöpfungssyndrom (Myalgische Enzephalomyelitis /Chronic Fatigue Syndrome, ME/CFS), posturales Tachykardiesyndrom (POTS), einschließlich der Beschwerden, die als Postexertional Malaise (PEM, Unwohlsein nach Belastung).“
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
Zitat: „Vieles deutet darauf hin, dass zu den bereits bekannten unerwünschten Ereignissen nach einer COVID-19-Impfung auch ein Multisystemisches Entzündungssyndrom (MIS-C, auch bekannt als PIMS, Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome) und Long COVID zählen. Einige Experten sprechen von Post-Vac. Im Sicherheitsreport listet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) einige sehr seltene unerwünschte Reaktionen, wie etwa Myokarditis und Perikarditis, das Guillain-Barré-Syndrom sowie dem Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom.“
Quelle: Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern) und Kassenärztliche Bundesvereinigung






















